DSO Nano Review

Ich hatte bereits über das Oszilloskop DSO Nano berichtet. Damals war es jedoch nur eine Zusammenstellung von Informationen aus dem Internet.

Jetzt ist es endlich da. So teste ich das DSO Nano nun schon seit einigen Tagen: DSO_Nano.png

Was kann man von einem Oszilloskp für 89 $ erwarten?

Verarbeitung:

Die Verarbeitung ist so lala. Die Passungen sitzen ordentlich. Nur das Material ist ziemlich billig und wirklich steif ist das Gehäuse auch nicht. Was mich ein wenig enttäuschte ist, dass die Rückseite mit doppelseitigen Klebeband angebracht werden muss. Ein paar kleine Schrauben hätte ich hier praktischer  gefunden.

Display:

Das Display hat eine ausreichende Auflösung, ist gut abzulesen, macht schon irgendwie Spaß. Was ein wenig nervt sind die Spiegelungen, aber das Problem haben ja viele Displays.

Bedienung:

Die Bedienung ist recht intuitiv. Mit dem Curser geht es halt hoch und runter oder nach rechts oder links. Im Vergleich mit einem „normalen“ Oszilloskop benötigt man aber schon mal ein paar Bedienschritte mehr bis das Signal vernünfig dargestellt wird.

Akku:

Was mich überraschte war die lange Akkulaufzeit. An einem Bastelabend (ca. 3 Stunden) hab ich das DSO Nano so gerade leer bekommen. Leider wird aber kein USB Kabel zum Laden mitgeliefert. (Tipp das USB-Kabel vom LanchPad passt aber 😉 )

Messung:

Die Messungen selber sind bis in den hohen kHz-Bereich (Bandbreite bis 1 MHz) gut zu gebrauchen. Zu beachten ist aber dass das DSO Nano immer in DC-Kopplung arbeitet. Störungen auf DC-Signalen sind also nur mit vorgeschaltetem Kondensator zu erkennen. Die Auflösung der Spannung reicht von 10mV/Div bis zu 10V/Div.

Für Messung an kleinen Audioverstärkern (aber nix im Highend-Bereich!) oder um den PWM-Ausgang eines Microcontrollers zu beobachten halte ich das DSO Nano schon für geeignet. Hier ist das Oszilloskop eine nützliche (und handliche) Ergänzung zum Multimeter.

Die Probes:

Die Probes finde ich ziemlich mieß. Ein 30 cm langs billiges zweiardriges Kabel mit Klinke auf der einen Seite und zwei wirklich fummeligen Klemmen auf der anderen Seite.  Ich denke da baue ich mir bald selber was besseres.

Fazit:

Wenn man bedenkt, das andere Oszilloskope mal eben das 10 bis 100 fache kosten ist das Preisleistungverhältnis in Ordnung. Für den täglichen Einsatz würde ich mir etwas besseres kaufen. Wer aber ab und an ein wenig mit Microcontrollern herumbastelt oder einen kleinen Verstärker zusammenlötet ist mit dem DSO Nano ganz gut bedient.

 

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